November 30, 2007 um 1:31 (Geschichten, Leben)
Tags: boikott, donald's, gewissen, kapitalismus, konzern, mc, mcdonalds, prinzipien, spenden, westliche welt
Bisher bin ich ziemlich streng meinem Prinzip McDonald’s in keinster Weise zu unterstützen treu geblieben.
Einen so kapitalistischen Konzern wie McDonald’s zu unterstützen war meiner Meinung nach nicht zu verantworten, vor allem nicht wenn dieser Konzern seinen Sitz in den USA hat und obendrauf noch den Regenwald holzt.
Doch so langsam gerat ich hier mit meiner Moral ins schwanken. Ich hab nämlich nicht mehr das Gefühl irgendwas zu bewirken mit meinem Boikott und denke solangsam dass dieses sture „nein ich geh nicht zu MCD!“ wohl nur meinem Gewissen zu gute kam und sonst niemand.
Genau wie die Millionen an Euro Geldspenden die an Bürokratie und Luxus verbraten werden und nur zu einem Bruchteil ihren Zweck erfüllen.
Das einzige was damit wirklich erreicht wird ist bildlich der Daumen zum Nuckeln am „armen“ Westländer mit schlechtem Gewissen.
Früher war ich vielleicht einmal im Monat beim McDonald’s. Das würde sich auch nicht ändern wenn ich jetzt meine generelle Blockade gegen McDonald’s aufhebe. Auch wenns einfach verdammt geil schmeckt da…
Also ich denk ich bin jetzt zu einem Entschluss gekommen. McDonald’s bei Gelegenheit JA.
Mal sehen wie lang es dauert bis mich das schlechte Gewissen nicht mehr plagt wenn ich in einen (leckeren saftigen dicken) Cheeseburger beiß
!
3 Kommentare
November 30, 2007 um 12:52 (Geschichten)
Wenn mir eine Sache fehlt dann ises n Wiederstand.
Die ganze schneebedeckte Stadt brennt und es gibt nichts was mich jetzt noch halten kann.
Die ganze schneebedeckte Stadt ist blind doch das wird mich nicht bremsen.
In meinem Tag gibt’s nicht genug Stunden,
alles rennt,
schneller als ein Zug.
Ich frage mich welchen Weg ich einschlagen möchte doch ich bin längst drüber rausgeschossen, es gibt hier keine Kreuzungen.
Dies ist der Platz an dem ich sein will.
Ich will nicht zurück und erst recht nicht gefangen werden.
Singt! Tanzt!
Die Unterwelt tuts mit euch.
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November 30, 2007 um 12:37 (Geschichten)
Tags: überdosis, baden-würrtemberg, drogen, krieg, langeweile, ostalbkreis, schlägerei, schwäbisch gmünd, telefonterror, tod
Nachdem ich letzte Nacht vom Freiraum nach Hause kam weil die Leute mir dort einfach zu bekifft waren klingelte mein Handy das erste Mal.
Es war halb eins, der Mensch der mich jetzt seit bestimmt zwei Monaten per Telefon terrorisiert ist aufgestanden. Ich ging zügig schlafen, wachte allerdings eine Stunde später wieder auf da ich vergessen hatte mein Handy auf lautlos zu schalten.
Der Handymann war mir egal, ich hab mich an ihn gewöhnt. Nur die Schreie auf der Straße fand ich ungewöhnlich, die sind doch normalerweise immer erst am Wochenende so krass wie heute.
Die Martplatzjungs gegen irgendwelche Passanten, so sahs aus. Aber anrufen wollt ich dann auch keinen mehr, ich war müde und 6 Stunden später in der Schule.
Als ich in der großen Pause das Schulgebiet verlassen musste, damit die Lehrer nicht in ihrer Ignoranz gegenüber Rauchern gekränkt werden, bin ich einmal um den Block gelaufen.
Direkt neben meiner Schule ist das Polizeirevier und das Amtsgericht, drum rum ist alles voll mit Altersheimen und kleineren Häusern. Ein Krankenwagen hatte geparkt vor einem dieser Häuser, ich sah eine graue Frau auf einer Bare liegen, als eine andere alte Frau mit ihrer Gehhilfe angerollt kam. Ich ging wieder zur Schule.
Englischuntericht, die Inkompetenz meines Lehrers der uns seit Schuljahrbeginn nichts anderes als Texte übersetzen lässt ging mir hier so aufn Geist dass ich wärend der Schulstunde nach Hause ging und dort Englisch gelernt hab. Eingetragen wurde ich nicht.
Wieder in der Schule, wieder auf dem Nach-Hause-Weg ein Krankenwagen gefolgt von einem grünweißen Kastenwagen.
Der Junkyplatz direkt neben meinem Haus mitten in der Stadt, wo früher ein Spielplatz stand den sie abgerissen haben damit die Drogenopfer einen angenehmen Platz haben, war das Ziel.
Hier lag eine alte Freundin von mir auf der Bare. Ich kannte sie nur flüchtig aber sie hat sich schon das ein oder andere Mal an meiner Schulter ausgeheult, wir haben uns eigentlich gut verstanden.
Überdosis.
„Was geht hier?“ Werde ich von der Seite gefragt. Ein guter Kumpel, der am Wochenende schonmal den Einen oder Anderen auseinandernimmt (hobbymässig) dachte es gab ne „Dapperei“ und war schon total heiß drauf mitzumischen.
Schade. Schon wieder nichts zu tun.
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November 22, 2007 um 6:17 (Geschichten, Philosophie)
Tags: drogen, müdigkeit, rausch, trance, trancezustand, wasted
Das Denken setzt aus und die Augen schliessen sich zu einem engen Guckschlitz.
Durch die Beine fährt eine Art warmer Stromschlag bei jedem gesetzten Schritt.
Die Ränder unter den Augen sind tiefer als der Grand Canyon.
Ich fühle mich rau, irgendwie.
Der weiße Rauch in meinem Kopf überdeckt die Müdigkeit nicht, im Gegenteil, ich habe das Gefühl mein Bewusstsein zu verlieren, wach zu schlafen.
Sprich mich jetzt bloß nicht an.
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November 21, 2007 um 4:09 (Geschichten)
Ich kenne da so einen Jungen
der ist jünger als ich und sieht zu mir auf, er weiß nicht wo er sonst hinsehen will.
Ich habe versucht ihm zu helfen doch er schien die Hilfe nicht zu verstehen,
genauso wie er von niemandem verstanden wird.
Was man hinter seiner hässlichen Maske zu erkennen versucht sieht man nur schemenhaft,
sein Hass behindert die Sicht.
Er ist der verzweifelte Clown, der Starke der nicht weiß wohin mit seiner Kraft.
Eine Frau rettet ihn gerade.
Ich habe Angst vor ihm falls sie damit aufhört.
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November 21, 2007 um 3:40 (Geschichten, Philosophie)
Ich hab gestern ne halb tote Taube ausgelacht.
Hab mit dem Finger draufgezeigt und „HAHA!“ geschrien,
wie ein Kind.
Sie lag da, wehrlos
auf einer Treppenstufe.
Konnte nicht laufen noch fliegen und ich hab sie angeschrien.
Kühle hört sich böse an,
man könnte dran erfrieren.
Doch wenn gut und böse zu Asche gefallen,
und der Zauber des Lebens entzaubert ist
Dann ist nicht einmal mehr das von Relevanz.
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